ZUFRIEDENHEIT IST KEIN BAUCHGEFÜHL
Wie zufrieden sind Franchisenehmer mit ihrem System – und was beeinflusst diese Zufriedenheit? Eine neue wissenschaftliche Studie des Deutschen Franchiseverbandes liefert fundierte Antworten. Ihre Datengrundlage ist beachtlich: Ausgewertet wurden 8.160 Franchisenehmer-Befragungen aus 178 Systemchecks in insgesamt 131 Franchisesystemen. Damit zählt die Untersuchung zu den größten empirischen Studien zum Franchising in Deutschland.
Das zentrale Ergebnis: Franchisenehmer-Zufriedenheit ist weit mehr als ein weicher Faktor. Sie wirkt sich unmittelbar auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die Bindung an das System, die Empfehlungsbereitschaft und damit auf die langfristige Stabilität eines Franchisesystems aus.

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Insgesamt positive Bilanz
Rund drei Viertel der befragten Franchisenehmer sind mit ihrem System zufrieden. Besonders gute Bewertungen erhalten die Zusammenarbeit mit dem Franchisegeber, die Schulungsangebote und die Betreuung durch den Außendienst. Zugleich macht die Untersuchung sichtbar, wo Systeme nachsteuern können: vor allem bei der betriebswirtschaftlichen Beratung, der Unterstützung während der Gründungsphase sowie bei Controlling und Qualitätssicherung.
Entscheidend für die Zufriedenheit ist neben dem eigenen geschäftlichen Erfolg vor allem die Beziehung zum Franchisegeber. Auch ein überzeugender Marktauftritt und passgenaue Unterstützungsleistungen spielen eine wichtige Rolle. „Die Franchisenehmer-Zufriedenheit ist ein belastbarer Indikator für die Qualität und Zukunftsfähigkeit eines Franchisesystems“, erklärt Prof. Dr. Achim Hecker, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Franchiseverbandes.
Systemcheck schafft Klarheit
Bemerkenswert ist eine weitere Erkenntnis: Franchisegeber bewerten die Zufriedenheit ihrer Partner häufig besser als diese selbst. Genau hier schafft der Systemcheck als verbandseigene Zertifizierung Klarheit. Er ersetzt Annahmen durch belastbare Ergebnisse, zeigt Stärken ebenso wie Entwicklungsfelder und liefert eine Grundlage für strategische Entscheidungen.
Dabei gibt es keine Patentlösung für alle. Alter, Geschlecht und Dauer der Systemzugehörigkeit beeinflussen, welche Faktoren besonders wichtig sind. Jüngere Partner und Franchisenehmerinnen achten stärker auf Transparenz, Beziehung und Unterstützung. Erfahrene Partner legen größeren Wert auf Marktauftritt, Stabilität und Qualitätssicherung. Erfolgreiche Systeme müssen ihre Leistungen deshalb differenziert ausrichten.
„Der Systemcheck ist kein Selbstzweck, sondern ein echtes Führungs- und Entwicklungsinstrument“, betont Verbandspräsident Hendrik Martschinke. Die Studie bestätigt: Qualität im Franchising lässt sich messen. Wer die Perspektive seiner Partner kennt und ernst nimmt, kann sein System gezielter weiterentwickeln – und schafft damit eine wesentliche Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg.
Zur Studie: Studie Systemcheck Franchisenehmer-Zufriedenheit
Mehr zum Systemcheck: www.systemcheck.info



