Franchisesystem des Jahres 2026: Über Erfolg, Verantwortung und starke Partnerschaft

Interview: Antje Katrin Piel

Im Rahmen des Franchise Forums 2026 wurde Eli die Fee als „Franchisesystem des Jahres“ ausgezeichnet – eine Ehrung, die nicht nur für unternehmerischen Erfolg steht, sondern auch für gelebte Werte, starke Partnerschaft und gesellschaftliche Verantwortung. Für Gründer Okan Elibol und sein Team ist der Award deshalb weit mehr als nur eine Auszeichnung: Er ist Bestätigung, Motivation und ein gemeinsamer Erfolg des gesamten Netzwerks.

Denn hinter dem Wachstum stehen Menschen, die täglich Verantwortung übernehmen – Mitarbeitende, Franchisepartner und Betreuungskräfte, die Seniorinnen und Senioren Zeit, Nähe und Unterstützung schenken. Umso größer ist der Stolz auf das, was gemeinsam aufgebaut wurde. Wir haben beim Preisträger Okan Elibol noch einmal genauer nachgefragt, was den Preis für ihn persönlich bedeutet, was sein System so besonders macht – und welche Vision Eli die Fee in Zukunft verfolgt.

Okan Elibol, Geschäftsführer Eli die Fee

Ihr Unternehmen wurde kürzlich als „Franchisesystem des Jahres“ ausgezeichnet – herzlichen Glückwunsch zu dieser besonderen Ehrung! Was, glauben Sie, macht Eli die Fee so besonders?

Okan Elibol: Ich glaube, das Besondere an unserem System ist, dass wir Wachstum nie nur als wirtschaftliches Ziel gesehen haben. Für uns steht immer der Mensch im Mittelpunkt, sowohl unsere Seniorinnen und Senioren als auch unsere Franchisepartner und Mitarbeitenden. Wir arbeiten in einem Markt, in dem Vertrauen alles ist. Menschen lassen uns in ihr Zuhause, in ihren Alltag und oft auch in sehr emotionale Lebenssituationen. Dieser Verantwortung muss man gerecht werden. Genau deshalb wachsen wir kontrolliert, mit klaren Prozessen, viel Unterstützung und einem hohen Qualitätsanspruch. Was uns außerdem besonders macht: Wir verbinden Menschlichkeit mit Struktur. Auf der einen Seite stehen Nähe, Zeit und echte Betreuung. Auf der anderen Seite investieren wir konsequent in Digitalisierung, Prozesse und Partnerunterstützung, damit Qualität auch bei starkem Wachstum erhalten bleibt. Und vielleicht spricht eine Zahl dabei besonders für sich: In den letzten Jahren hat uns kein einziger Franchisepartner verlassen. Darauf sind wir ehrlich gesagt fast noch stolzer als auf jede Umsatzentwicklung.

Was hat Sie dazu motiviert, mit Ihrem Konzept bei den Franchise Awards 2026 anzutreten?

Okan Elibol: Für uns war die Bewerbung weniger eine Selbstdarstellung, sondern vielmehr eine Möglichkeit zu zeigen, dass man auch in der Seniorenbetreuung professionell, nachhaltig und gleichzeitig menschlich wachsen kann. Gerade im sozialen Bereich wird oft darüber gesprochen, was schwierig ist. Wir wollten bewusst zeigen, was möglich wird, wenn Werte, Struktur und Unternehmertum zusammenkommen. Uns war wichtig sichtbar zu machen, dass hinter unserem Wachstum nicht einfach nur Expansion steckt, sondern echte Verantwortung. Wenn ein Senior durch unsere Unterstützung wieder soziale Kontakte hat oder Angehörige wieder entlastet werden, dann ist das für uns der eigentliche Erfolg. Gleichzeitig war die Bewerbung auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber unseren Franchisepartnern und Mitarbeitenden. Denn ohne dieses gemeinsame Engagement wäre diese Entwicklung niemals möglich gewesen.

Welche Bedeutung hat diese Auszeichnung ganz konkret für Sie und Ihr Unternehmen?

Okan Elibol: Die Auszeichnung bedeutet uns sehr viel, weil sie den Weg bestätigt, den wir in den letzten Jahren gegangen sind. Gleichzeitig macht sie uns auch demütig. Gerade in einem sensiblen Bereich wie der Seniorenbetreuung bekommt man Vertrauen nicht verliehen, man muss es sich jeden Tag neu verdienen. Der Award zeigt uns, dass nachhaltiges Wachstum, Menschlichkeit und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sein müssen. Persönlich empfinde ich vor allem Dankbarkeit. Wenn man sieht, wie viele Menschen mittlerweile Teil dieses Systems geworden sind, Partner, Mitarbeitende, Familien und Senioren, dann merkt man, dass daraus längst mehr geworden ist als nur ein Unternehmen. Wir sind eine große Familie geworden. Natürlich schafft die Auszeichnung auch Vertrauen nach außen. Für zukünftige Partner, Mitarbeitende und Kunden ist sie ein starkes Signal für Stabilität, Qualität und Verlässlichkeit. Für unsere Partner ist der Award ein Symbol dafür, was wir gemeinsam aufgebaut haben. Und für uns in der Zentrale erinnert er uns jeden Tag daran, wofür wir das alles machen. Denn hinter jedem Wachstum stehen Menschen:

Seniorinnen und Senioren, die Unterstützung und Nähe bekommen. Mitarbeitende, die täglich Zeit und Herz und Verantwortung schenken. Und Partner, die gemeinsam mit uns wachsen und unsere Vision verfolgen, bis 2030 deutschlandweit Seniorinnen und Senioren vor der Vereinsamung zu bewahren. Das ist für uns die wahre Bedeutung dieser Auszeichnung.

Wie wird der Award innerhalb Ihres Partnernetzwerks aufgenommen?

Okan Elibol: Der Award wird innerhalb unseres Partnernetzwerks mit sehr viel Stolz und Emotionen aufgenommen. Viele unserer Partner haben uns direkt geschrieben oder angerufen, weil sie mitgefiebert haben und sich selbst als Teil dieser Auszeichnung sehen, welcher sie auch sind. Der Award gehört nicht der Zentrale allein. Er gehört jedem Standort, jeder Betreuungskraft und jedem Partner, der täglich Verantwortung übernimmt und mit uns zusammen an unserer Version hinarbeitet. Man merkt im Netzwerk gerade sehr stark das gemeinsame Gefühl von: „Wir haben das zusammen geschafft.“ Und genau dieses Miteinander ist wahrscheinlich einer der größten Erfolgsfaktoren unseres Systems. Der Award motiviert uns alle gemeinsam zusätzlich, weil er zeigt, dass Einsatz, Qualität und Zusammenhalt auch von außen wahrgenommen werden.

Mit dem Titel im Rücken: Welche nächsten Schritte und konkreten Pläne stehen jetzt an?

Okan Elibol: Für uns ist der Award kein Endpunkt, sondern eher eine zusätzliche Motivation, aber er verändert nicht unsere Grundhaltung. Ein großer Fokus liegt auf dem weiteren Ausbau unserer Strukturen und digitalen Prozesse, damit unsere Partner noch stärker entlastet werden und gesund wachsen zu können. Gleichzeitig investieren wir weiterhin intensiv in Mitarbeitergewinnung, Schulungen und Qualitätssicherung. Gleichzeitig wollen wir unsere Marke weiter stärken und neue Geschäftsbereiche entwickeln, die unser System langfristig stabil und zukunftssicher machen. Und ganz wichtig: Wir wollen unsere Kultur bewahren. Denn Wachstum darf niemals dazu führen, dass Menschlichkeit oder Qualität verloren geht. Genau dafür stehen wir.

Und ganz praktisch gefragt: Wo hat der Award bei Ihnen seinen Platz gefunden?

Okan Elibol: Natürlich hat der Award einen sichtbaren Platz bei uns bekommen, und zwar in unserem Meetingraum, direkt vor unserer Deutschlandkarte. Der Meetingraum ist der zentrale Bezugspunkt der Eli die Fee Familie, hier finden nicht nur Meetings, Feiern und Zusammenkünfte statt. Dort darf jeder neue Franchisepartner sein eigenes Gebiet ausmalen. In diesem Moment sieht man nicht nur einen neuen Standort auf der Karte, sondern man spürt, Teil von etwas Größerem zu werden. Genau dort steht heute auch der Award. Aber ehrlich gesagt liegt sein eigentlicher Platz woanders. Er steckt in jedem Standort, der täglich Menschen unterstützt. In jedem Mitarbeitenden, der einem Senior Zeit schenkt. Und in jedem Partner, der Verantwortung übernimmt und unser System mitträgt.

Haben Sie herzlichen Dank für das Gespräch!

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