Mit Mut, Vision und Pilates zur Franchisegründerin des Jahres

Interview: Antje Katrin Piel

Mut zur Veränderung, unternehmerische Klarheit und eine starke Community: Isabelle Hessel wurde als „Franchisegründerin des Jahres 2026“ ausgezeichnet – und ihre Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie eng persönlicher Neuanfang und unternehmerischer Erfolg miteinander verbunden sein können. Gemeinsam mit dem Deutschland-Chef von Club Pilates, Daniel Hoffmann,  spricht sie im Interview über ihren Weg aus dem Burnout in die Selbstständigkeit, die Chancen eines Franchisesystems und darüber, warum echte Markenidentifikation weit über wirtschaftliche Kennzahlen hinausgeht.

Daniel Hoffman, Isabelle Hessel – Club Pilates

Sie wurden als „Franchisegründerin des Jahres 2026“ ausgezeichnet – herzlichen Glückwunsch! Was hat Sie dazu bewogen, sich um diese Auszeichnung zu bewerben?

Isabelle Hessel: Vielen Dank. Ehrlich gesagt hätte ich vor ein paar Jahren niemals gedacht, dass ich einmal Gründerin sein würde – geschweige denn für einen solchen Award ausgezeichnet werde. Gerade deshalb war die Bewerbung für mich etwas sehr Persönliches. Hinter unserem Studio steckt nicht nur ein Business-Konzept, sondern auch eine persönliche Geschichte von Veränderung, Mut und Neuanfang. Nach fast 25 Jahren in der Fitness Branche zuletzt als Personaldirektorin und dann einer langen Burnout-Erfahrung habe ich mich bewusst entschieden, mein Leben komplett neu auszurichten. Ich wollte etwas schaffen, das Menschen körperlich und mental stärkt. Mit der Bewerbung wollte ich zeigen, dass es möglich ist, auch nach schwierigen Lebensphasen nochmal neu anzufangen und erfolgreich zu gründen.

Herr Hoffmann, warum fiel die Wahl auf Isabelle Hessel – was zeichnet sie als Franchisepartnerin besonders aus?

Daniel Hoffmann: Isabelle hat von Anfang an das Konzept und das System von Club Pilates geglaubt und dieses Vertrauen mit sehr viel Leidenschaft, Herz und unternehmerischem Denken in ihrem Studio umgesetzt. Genau das macht sie für uns als Franchisepartnerin so besonders. Sie führt ihr Studio nicht nur aus der Distanz, sondern ist im Alltag präsent, nah an ihrem Team, ihren Trainerinnen und vor allem an ihrer Community. Sie geht mit gutem Beispiel voran, lebt die Marke Club Pilates authentisch und schafft es, Menschen langfristig für das Konzept zu begeistern. Besonders beeindruckend ist, wie stark sich ihr Studio innerhalb unseres gesamten Netzwerks entwickelt hat. Isa hat es geschafft, eine unglaublich loyale und aktive Community aufzubauen, die das Studio wirklich mit Leben füllt. Genau diese Verbindung aus wirtschaftlichem Erfolg, echter Markenidentifikation und Community-Aufbau macht sie zu einer außergewöhnlichen Franchisepartnerin.

Frau Hessel, welche Bedeutung hat dieser Award für Sie persönlich und unternehmerisch?

Isabelle Hessel: Persönlich bedeutet mir dieser Award unglaublich viel, weil er für mich symbolisiert, dass sich Mut, Durchhaltevermögen und der Glaube an die eigene Vision auszahlen können. Gerade nach meiner gesundheitlich schwierigen Zeit ist diese Auszeichnung für mich weit mehr als ein beruflicher Erfolg. Unternehmerisch ist der Award natürlich ebenfalls eine große Anerkennung – nicht nur für mich, sondern für unser gesamtes Team. Denn das, was wir aufgebaut haben, funktioniert nur, weil jeden Tag Menschen mit Leidenschaft, Qualität und Herz daran arbeiten. Außerdem zeigt die Auszeichnung, dass moderne Boutique-Fitnesskonzepte und hochwertige Community-Angebote auch außerhalb großer Metropolen erfolgreich funktionieren können.

 Und wie bewerten Sie die Auszeichnung aus Ihrer Perspektive, Herr Hoffmann?

Daniel Hoffmann: Die Auszeichnung bedeutet uns sehr viel und wir sind unglaublich stolz darauf, dass Isa als Franchisegründerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Für uns ist das nicht nur eine Anerkennung ihrer persönlichen Leistung, sondern gleichzeitig auch ein starkes Zeichen dafür, dass wir mit Club Pilates in Deutschland auf dem richtigen Weg sind. Die letzten Jahre haben gezeigt, welches Potenzial in unserem Konzept steckt und wie stark Club Pilates auch auf dem deutschen Markt angenommen wird. Umso mehr freut es uns, dass dieser Erfolg jetzt auch innerhalb der Franchisebranche sichtbar wahrgenommen wird. Die Auszeichnung bestätigt für uns, dass Club Pilates nicht nur als starke Marke gesehen wird, sondern vor allem auch als ein erfolgreiches und nachhaltig skalierbares Franchisesystem. Gerade in einem noch jungen Boutique-Fitness-Markt ist das ein wichtiges Signal. Es zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg, Wachstum und eine starke Community bei uns Hand in Hand gehen können.

Frau Hessel, hat sich Ihr unternehmerischer Alltag seit der Auszeichnung spürbar verändert?

Isabelle Hessel: Verändert? Mhh, es hat mich bestärkt in dem, was ich tue. Und natürlich die Aufmerksamkeit ist deutlich größer geworden – sowohl medial als auch innerhalb der Branche. Viele Menschen interessieren sich plötzlich für unsere Geschichte, unser Konzept und unseren Weg. Was sich aber nicht verändert hat, ist unser Alltag im Studio. Am Ende geht es weiterhin um Menschen, Qualität, persönliche Betreuung und darum, jeden Tag ein Umfeld zu schaffen, in dem sich unsere Mitglieder wohlfühlen. Genau das bleibt unser Fokus.

Was hat Sie ursprünglich dazu bewegt, den Weg in ein Franchisesystem zu wählen?

Isabelle Hessel: Ich habe sehr bewusst ein Franchisesystem gewählt, weil ich überzeugt bin, dass starke Systeme und professionelle Strukturen gerade beim Gründen enorm wertvoll sind. Besonders in einer Phase, in der ich mich beruflich komplett neu orientiert habe. Gleichzeitig hat mich das internationale Boutique-Konzept von Club Pilates sofort begeistert. In Kaiserslautern gab es damals kein vergleichbares Angebot – das nächste Reformer Pilates Studio war fast 70 Kilometer entfernt. Ich habe sofort das Potenzial gesehen, dieses moderne Gesundheits- und Bewegungskonzept in die Region zu bringen.

Wo sehen Sie die größten Unterschiede im Vergleich zu einer klassischen Alleingründung?

Isabelle Hessel: Ein Franchise bietet natürlich den Vorteil, dass bereits erprobte Prozesse, Markenbekanntheit und Erfahrungswerte vorhanden sind. Gerade in Themen wie Marketing, Systeme oder Ausbildung kann das unglaublich helfen. Trotzdem unterschätzen viele Menschen, wie viel eigene Unternehmerpersönlichkeit trotzdem gefragt ist. Am Ende muss man das Studio vor Ort mit Leben füllen, ein Team aufbauen, Kunden begeistern und täglich Entscheidungen treffen. Der Erfolg kommt nicht automatisch durch den Namen – sondern durch die Menschen dahinter.

Und zum Schluss noch eine persönliche Frage: Wo hat der Award bei Ihnen seinen Platz gefunden?

Isabelle Hessel: Tatsächlich hat er aktuell einen ganz besonderen Platz bei uns im Studio bekommen. Nicht versteckt im Büro, sondern sichtbar für unser Team und unsere Mitglieder auf unserer Empfangstheke. Denn dieser Award gehört für mich nicht nur mir alleine. Er steht stellvertretend für den gemeinsamen Weg, den wir hier aufgebaut haben.

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