Neuer Weg, KLARES ZIEL

Mit einem Duden Institut für Lerntherapie Kindern und Jugendlichen zu mehr Selbstwirksamkeit verhelfen

Eine sichere Festanstellung, Verantwortung in Dienstreisen – beruflich war Christine Dotterweich gefestigt. Für die Mutter von zwei Kindern hatte das strukturierte Berufsleben allerdings seinen Preis. Insbesondere nach dem Umzug aus Berlin ins Umland wurde die Organisation von Beruf und Familie komplexer. Damit wuchs der Wunsch, selbstbestimmter zu arbeiten, unabhängiger und flexibler für die Familie da sein zu können. Der Moment der Neuorientierung kam schließlich inmitten der Coronapandemie. Über Xing erhielt sie die Anfrage, eins der Duden Institute für Lerntherapie zu leiten. Das Konzept war ihr bis dahin gar nicht bekannt.

Bild: shutterstock © DETHAL

CHRISTINE DOTTERWEICH

Für den Schritt in die Selbstständigkeit entschied sich die diplomierte Erziehungswissenschaftlerin mitten in der Pandemie. Letztlich überzeugt hat sie das Konzept. 1992 gegründet, fördern die Duden Institute für Lerntherapie Kinder und Jugendliche mit Lese-Rechtschreib- oder Rechenschwäche, mittlerweile an rund 100 Standorten in Deutschland.

Selbstwirksamkeit früh ermöglichen

Klarheit brachte letztlich eine Informationsveranstaltung der Duden Institute. Die systematische Unterstützung von Kindern mit Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwierigkeiten überzeugte sie ebenso wie die Struktur dahinter. In ihrer Laufbahn hatte sich die diplomierte Erziehungswissenschaftlerin intensiv mit politischer und demokratischer Bildung beschäftigt, vor allem mit jungen Erwachsenen. Ein wichtiges Feld, das sie über Jahre prägte. Auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bereich Lernen war ihr nie aus dem Blickfeld geraten, genau wie der frühere Ansatzpunkt: „Das Erleben von Selbstwirksamkeit muss früher einsetzen“, sagt sie heute. „Kinder und Jugendliche sollten so gestärkt werden, dass sie selbstbestimmt ihren Weg gehen können.“

Sicherheit im System

Selbstständig arbeiten und gleichzeitig in ein erprobtes System eingebunden sein. „Diese Kombination aus unternehmerischer Freiheit und professioneller Begleitung hat mir die Sicherheit gegeben, den Schritt wirklich zu gehen“, so Dotterweich. Das Fernstudium zur Lerntherapeutin absolvierte sie in Kooperation mit der SRH Fernhochschule, arbeitete praxisnah unter Begleitung erfahrener Mentorinnen und eröffnete schließlich ihr eigenes Institut im Umland von Berlin.

Hohe Nachfrage, klare Perspektive

Die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten. Das Duden Institut für Lerntherapie Michendorf entwickelte sich schnell zur gefragten Anlaufstelle für Eltern und Schulen. Kooperationen mit Einrichtungen der öffentlichen Jugendhilfe entstanden, Empfehlungen folgten, Wartelisten wurden geführt. Drei Jahre nach der Gründung ist die Nachfrage größer als die Kapazität. Der nächste Schritt liegt nahe: Ein zweiter Standort ist in Planung.

Mehr Freiraum, Flexibilität und Verantwortung

„Die ersten zwei Jahre waren intensiv und auch aufreibend“, sagt sie heute offen. „Aber durch die Beratung des Franchisegebers und den Austausch mit anderen Partnern konnte ich viele Fragen schnell klären.“ Die Selbstständigkeit im Franchiseverbund gäbe ihr die nötige unternehmerische Sicherheit und gleichzeitig individuellen Gestaltungsspielraum.

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