Aus dem Westen viel Neues
Im Interview mit Frédérich Levacher, Quick
Interview: Andrea Körner
Was hierzulande noch kaum jemand kennt, ist die erste europäische Burgermarke und ein Challenger der großen globalen Anbieter: Quick. Die Umsätze pro Restaurant – an den stark frequentierten Standorten in Stadtrandlage, Innenstädten und Einkaufszentren – liegen auf und teilweise sogar über dem Niveau der wichtigsten Wettbewerber. Spezielles Knowhow für Saucen und ikonische Produkte stehen für besondere Geschmackserlebnisse. Hinzu kommt die breite, volksnahe Positionierung: Quick richtet sich an Familien, junge Erwachsene, Jugendliche sowie an Kundschaft, die halal-zertifizierte und vegetarische Proteinangebote sucht. Das Spektrum reicht vom Kernsortiment zu attraktiven Preisen bis hin zu Gourmetprodukten. Kooperationen mit globalen Lizenzen wie Avengers, Dragon Ball und The Simpsons begleiten Innovationen. Nun will Quick von seinem Stammmarkt aus auch nach Deutschland kommen. Quick-CEO Frédérich Levacher erklärt im Gespräch das Vorgehen.

Frédérich Levacher
ist CEO von Quick. Das 1971 in Belgien gegründete Unternehmen zählte im Jahr 2025 in Frankreich, Belgien, Luxemburg sowie Marokko 275 Restaurants und jährlich 100 Millionen Kunden. Der Gesamtumsatz in diesem Jahr betrug 850 Mio. Euro. In ihrem Stammmarkt gehört die Marke zu den Top 3 der Burgeranbieter.
Herr Levacher, was ist das Besondere am deutschen Markt – warum die Expansion, warum gerade jetzt?
Deutschland ist aufgrund der Größe und des Potenzials seines Marktes sowie seiner geografischen Nähe zu Frankreich und Belgien ein natürlicher nächster Schritt unserer Expansion. Vor allem Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen scheinen uns für den Start besonders geeignet.
Mit dem Einstieg eines neuen Gesellschafters Ende 2021 und mehr als 100 neuen Eröffnungen in Frankreich seit 2022 ist die internationale Expansion die logische Konsequenz unserer Entwicklung. Auch die Schweiz und die Niederlande gehören zu den nächsten Märkten, in denen wir wachsen möchten.
Wie werden Quick Restaurants nach Deutschland kommen?
Wir gehen schrittweise vor, wählen zunächst die richtigen regionalen Franchisepartner aus, identifizieren gemeinsam mit ihnen die besten Standorte, werden ein leistungsstarkes Restaurant nach dem anderen eröffnen und anschließend die Entwicklung auf einer soliden Basis beschleunigen. Dabei stützen wir uns auf über 50 Jahre Erfahrung im Burgergeschäft – und im Franchising. Momentan bemühen wir uns um die Vollmitgliedschaft im Deutschen Franchiseverband, um uns auch in das deutsche Ökosystem zu integrieren.
Was spricht für eine Franchisepartnerschaft mit Quick Restaurants?
Quick greift auf mehr als fünf Jahrzehnte Erfahrung und ein bewährtes Franchisemodell zurück. Unsere Unterstützung umfasst alle Bereiche: Standortsuche, Schulung, Marketing, operative Performance, Supply Chain und Kundenzufriedenheit. Dabei verbinden wir unser Knowhow mit der lokalen Expertise des Franchisepartners.
Blick in die Zukunft: Wo steht die Marke Quick in fünf Jahren?
Bis dahin haben wir Deutschland zu einem starken Markt für Quick entwickelt, mit Präsenz in mehreren Regionen und verschiedenen Restaurantformaten. Zudem wollen wir Quick zur „europäischen QSR-Marke“ machen und sie international weiterentwickeln. Nach Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz sehen wir auch in Spanien, in den nordischen Ländern, in Mitteleuropa sowie im Nahen Osten gute Chancen.



